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Linke lehnt erneute Gebührenerhöhung der Kunst- und Musikschule ab.

Die Linke im Rat der Stadt Brühl

Die Linksfraktion lehnt die vom Rat beschlossene Gebührenerhöhung im JeKits-Bereich entschieden ab. Die neue Gebührensatzung bringt deutliche Mehrbelastungen für Familien mit sich – ohne dass eine belastbare Datengrundlage oder ein nachhaltiges Finanzierungskonzept vorliegt.

Konkret steigen die Gebühren für JeKits Instrumental und JeKits Artkids von bislang 13,70 Euro pro Unterrichtsstunde auf 16,00 Euro im zweiten Schuljahr sowie auf 25,00 Euro im dritten und vierten Schuljahr. Beim Angebot JeKits Singen erhöhen sich die Gebühren von 8,90 Euro auf 12,00 Euro im zweiten Schuljahr und auf 16,00 Euro im dritten und vierten Schuljahr. Zudem sind in der Kreativwerkstatt künftig keine Materialkosten mehr enthalten – auch hier entstehen zusätzliche Belastungen.

Bereits in diesem Jahr wurden die Gebühren im Erwachsenenbereich erhöht. Eine Anfrage der Linksfraktion im Kulturausschuss hat ergeben, dass die Anmeldungen dort infolgedessen um 7 Prozent zurückgegangen sind. Dennoch wurden diese Entwicklungen in den aktuellen Projektionen nicht berücksichtigt. Statt realistisch zu kalkulieren, wird weiterhin von einer Vollauslastung ausgegangen. Ein belastbares Controlling fehlt.

Für uns ist klar: Wenn Gebühren steigen, sinkt die Teilnahme – insbesondere bei Familien mit geringerem Einkommen. In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten müssen auch Eltern genau abwägen, welche Angebote sie sich leisten können. Kulturelle Bildung darf jedoch nicht vom Geldbeutel abhängen.

Statt strukturelle Defizite nachhaltig anzugehen, setzt die Mehrheit erneut auf Gebührenerhöhungen. Sollte das Ziel eine Reduzierung des städtischen Zuschusses sein, braucht es ein sozial ausgewogenes Gesamtkonzept. Jährliche Erhöhungen ohne langfristige Strategie gefährden die Teilhabe und verschärfen soziale Ungleichheit.

Solange keine belastbaren Zahlen, kein transparentes Controlling und kein tragfähiger Finanzierungsplan vorliegen, sind weitere Gebührenerhöhungen aus Sicht der Linksfraktion nicht verantwortbar.

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