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Brühl zeigt Flagge für Weltoffenheit, Vielfalt und Akzeptanz

Auch Brühl wird jetzt jeden Juni die Regenbogen-Flagge hissen, um zu zeigen, dass die Stadt Eintritt für die Rechte von Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle und Queere (LSBTIQ).

Auf Antrag der Fraktionsgemeinschaft von LINKE und PIRATEN wird die Stadt jetzt jährlich im Juni als Ausdruck einer weltoffenen Stadt, die Vielfalt und Toleranz in unserer Gesellschaft lebt, die Regenbogenfahne hissen. Nach der Pandemie sollen im Jahr 2022 auch entsprechende Veranstaltungen dazu geplant und durchgeführt werden, so der Vorschlag aus dem Rat.

Weltweit sind die Paraden zum Christophers Street Day bekannt. Vor 52 Jahren fanden in New York die Stonewall-Unruhen statt. Am 28. Juni 1969 wehrten sich Schwule, Lesben und Transgender-Menschen gegen die Polizeigewalt in einer Bar in der Christopher Street. Erstmals leistete eine Gruppe von Homosexuellen und Transgender-Personen physischen Widerstand gegen Polizeigewalt, staatliche Willkür und Diskriminierung. Die Unruhen werden deshalb als Beginn der schwul-lesbischen Emanzipation angesehen und jedes Jahr weltweit gefeiert.

Aus diesem Grund soll ab 2021 anlässlich des „Pride Month“ erstmalig die Regenbogenfahne vor dem Brühler Rathaus gehisst werden.

Alle Fraktionen, außer die AfD, stimmten diesem Antrag zu.

„Gleichzeitig sollen die stadteigenen Schulen, Jugendzentren, Vereine, Institutionen, Unternehmen von der Stadt aktiv angeregt werden, ebenfalls die Regenbogenfahne sichtbar anzubringen, um ein klares Zeichen für Weltoffenheit, Vielfalt und Akzeptanz in unserer Stadt zu setzen“, so der Fraktionsvorsitzende Eckhard Riedel.