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Die Fraktion LINKE & PIRATEN machte auf Probleme beim Schwimmunterricht an Brühler Schulen aufmerksam.

Die Fraktion LINKE & PIRATEN machte auf Probleme beim Schwimmunterricht an Brühler Schulen aufmerksam. Verwaltung setzte daraufhin weitere Maßnahmen um!

Hierzu führt die Verwaltung für die Sitzung des Schulausschusses am 11.01.2018 aus:

„Ausgehend von einer Untersuchung des Rhein-Erft-Kreises zur Schwimmfähigkeit von Schülerinnen und Schülern stellte die Fraktion Linke & Piraten am 25.04.2017 eine Anfrage bzgl.    Sachstandsbericht    zum    Schulschwimmen   in    Brühl.    Die Mitglieder    des Schulausschusses und des Sportausschusses haben sich intensiv mit diesem Thema befasst. Der zu beobachtende Trend, wonach eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen insbesondere im Übergang zur  weiterführenden  Schule  nicht  über Schwimmfähigkeit verfügen, gab Anlass zur Besorgnis und löste Diskussionen über mögliche Alternativen zur Bekämpfung dieses Mangels aus.

Gemäß Lehrplan Sport für Grundschulen soll jedes Kind am Ende der Grundschulzeit schwimmen können. Dies wird dort wie folgt definiert:

  • zielgerichtete und angstfreie Fortbewegung ohne Fremdhilfe in schwimmtiefem Wasser
  • 25 m Schwimmen ohne Unterbrechung mit einer ausgewählten Schwimmform in der Grobform

Zur   Unterstützung   der   Kinder des   aktuellen   4. Jahrganges, die dieses Lernziel voraussichtlich  nicht erreichen  werden, wurde  auf  Initiative  der  Verwaltung kurzfristig, in den  Weihnachtsferien  2017/18  ein  7-tägiger  Schwimmkurs  im  KarlsBad  auf  den  Weg gebracht.

Dieses Angebot des Schulträgers ist fakultativ. Der Schulträger ist für die Bereitstellung   der   Schwimmzeiten   im   Hallenbad zuständig, er   trägt   jedoch   keine Verantwortung   für   die   Erlangung   der   Lerninhalte   im   Sportunterricht.   Der   Brühler Turnverein sowie die Sport- und Bildungsschule Kahramanlar sagten für die Durchführung des Schwimmkurses auf Anhieb ihre Unterstützung zu und stellten Trainer/innen bereit.

Der Kreissportbund unterstützte die Maßnahme (Stundensätze für die Trainer/innen) mit einem Beitrag in Höhe von 200 Euro. In der Schulleitungsrunde am 01.12.2017 wurden die Brühler Schulleitungen über diesen zusätzlichen Schwimmkurs informiert und gleichzeitig gebeten, der Verwaltung die für die Kursteilnahme infrage kommenden Schüler/innen zu melden.

Die Grundschulen meldeten 34 Schüler/innen, bei denen ein solcher Schwimmkurs Sinn machen würde (im vorherigen Jahrgang mit Stand Juli 2017 waren 38 Schüler/innen nicht schwimmfähig, s. Vorlage 284/2017).  Ein gutes Drittel der von den Schulen genannten Schüler/innen nahm dieses kurzfristig eingerichtete, für sie unentgeltliche Angebot in Anspruch.

Darüber   hinaus   hat   die   Verwaltung   das   KarlsBad   hinsichtlich   einer zusätzlichen Bereitstellung von Wasserzeitenfür das Schulschwimmen befragt.  Hierbestehen noch einige Spielräume, die mit den Schulen aktuell abgestimmt werden. Auch der Kreissportbund bietet Projekte zum Erwerb der Schwimmfähigkeit an.  Unter Beteiligung der Sport- und Bildungsschule Kahramanlar hat die Förderschule Pestalozzi an einem solchen Projekt bereits erfolgreich teilgenommen.

In der Erich Kästner-Realschule konnte in  den  vergangenen  zwei  Jahren  über  das  AOK-Programm  „Fit  durch  die  Schule“  im  Schwimmunterricht  ein dritter   Lehrer   für Nichtschwimmer/innen  eingesetzt  werden  (die  Förderung  ist  mit  Ende  des  Schuljahres 2016/17 ausgelaufen).“

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