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DIE LINKE Brühl zeigt den real-Märkten und der Metro AG DIE ROTE KARTE am Freitag, den 13.07.2018

Immer mehr Interesse findet der politische Stammtisch der Partei DIE LINKE in Brühl. Nach dem „Bedingungslosen Grundeinkommen“ stand diesmal das Thema „Lohndumping“ auf der Tagesordnung. Als Gast zu dem Thema konnte der Sprecher der LINKEN in Brühl, Eckhard Riedel, das Vorstandsmitglied Jessica Reisner begrüßen von „Die Aktion Arbeitsunrecht e.V. – Initiative für Demokratie in Wirtschaft & Betrieb“. Der Verein hat sich 2014 in Köln gegründet und unterstützt Personen, die wegen unternehmenskritischer Äußerungen mundtot gemacht werden sollen, dafür haben sie eigens einen Sonderfonds eingerichtet. Er steht sowohl Betriebsratsmitgliedern, Gewerkschaftern als auch Publizisten und Aktivisten offen, die wegen Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmerwillkür gekündigt, abgemahnt oder sonst wie juristisch gemaßregelt werden sollen. Die Aktion gegen Arbeitsunrecht wurde im September 2017 mit dem taz-Panter-Preis der Jury ausgezeichnet.

Bekannt ist die Kampagne – „Schwarzer Freitag - Jetzt schlägt's 13!“
Der Verein hat das ein- bis dreimal im Jahr auftretende Datum Freitag, der 13. zum Widerstandstag der arbeitenden Bevölkerung ausgerufen und organisiert seit dem 13. März 2015 Aktionen gegen Unternehmen, die aufgrund konfliktreicher Arbeitsbeziehungen in die Kritik geraten sind. Ziel ist es, Arbeitsrechte und innerbetriebliche Demokratie zu verteidigen.

Adressaten der Kampagne Schwarzer Freitag - Jetzt schlägt's 13! waren der Plastikbecherhersteller Neupack und dessen Großkunden Milram und Lidl, der Textil-Discounter KiK, Toys R Us, der Reha-Konzern Median und die Modekette H&M.

Am Freitag den 13. Juli 2018 startet die neue Aktion: „Der Horror ist real! Rote Karte für die Metro AG“. Hier wird diesmal Lohndumping, Tarifflucht, Leiharbeit und Befristungen bei Real (Metro AG) angeprangert. Reisner sagte: „Die Aktion Arbeitsunrecht fordert für die Beschäftigten bei Real, was Sie als Kunde für ihre Kinder und sich selbst mit Sicherheit auch wünschen: faire Entlohnung, die zum Leben reicht und vor Altersarmut schützt. Menschenwürdige und kollegiale Arbeitsbedingungen. Real treibt den Missbrauch von Leiharbeit und Befristung schamlos auf die Spitze. Nicht nur hinter den Kulissen, selbst an den Kassen und in der Beratung werden verschiedenste Leiharbeitsfirmen eingesetzt. Teile und herrsche! Nach einer Gesetzesänderung gilt seit 2017 für Leiharbeit nach 9 Monaten gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Was machen Real und seine Sub-Unternehmer? Sie stellen die meisten nur noch auf 8 Monate befristet ein.“

Die anschließende Diskussion zeigte, wie wichtig der Einsatz für die eigenen Rechte und gute Arbeitsbedingungen ist. Spontan unterzeichneten die Anwesenden eine ROTE KARTE, die am Schwarzen Freitag dem Metro-Konzern übergeben wird. Arbeitsunrecht wird am 13. Juli alle Riesen-Roten-Karten zusammensetzen, die sie bundesweit gesammelt haben, und damit in Düsseldorf vor die Metro-Zentrale ziehen.

Weitere Informationen zum „Schwarzen Freitag“ am 13. Juli 2018 gibt es auf der Internetseite:
https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/material
https://arbeitsunrecht.de/freitag13-rote-karte-fuer-real/