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Roter Stammtisch am Di., 19.06.2018, 19.00 Uhr, Gaststätte ZUR EULE, Schulstraße 25, 50321 Brühl (neben Olympia-Grill)

Thema:
„Arbeitsunrecht und Lohndumping“
Zu Gast:
Jessica Reisner
vom Verein
„Aktion gegen Arbeitsunrecht“
aus Köln

Die Aktion gegen Arbeitsunrecht e.V. (Eigenschreibweise: aktion ./. arbeitsunrecht) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Köln, der sich für die Rechte von lohnabhängig Beschäftigten und Betriebsräten in Deutschland einsetzt, die von Union Busting und Lohndumping und Lohnraub betroffen sind. Union Busting  - Gewerkschafts-Zerstörung - ist ein Fachbegriff aus den USA für die systematische Bekämpfung, Unterdrückung und Sabotage von Arbeitnehmervertretungen, also Gewerkschaften, Betriebsräten und Personalräten. In Deutschland benutzte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten den Begriff Union Busting erstmals im Jahre 1999, um Praktiken des Fast Food-Konzerns McDonald’s anzuprangern. 2014 haben die Autoren Werner Rügemer und Elmar Wigand den Begriff in Deutschland stärker eingeführt und geprägt, sodass er in Gewerkschaften und Medien gebräuchlich wurde.

Der Verein wurde am 18. Januar 2014 auf Initiative der Publizisten Werner Rügemer und Elmar Wigand und der Kampaignerin Jessica Reisner gegründet. Er hatte im Juli 2017 rund 300 Mitglieder.

Die Aktion gegen Arbeitsunrecht betreibt Forschung, Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit, Schulung und Beratung. Sie stellt politische wie juristische Forderungen zum Schutz von Betriebsräten auf und berät Journalisten, Betriebsräte, Gewerkschaften, Parlamentsfraktionen und Parteien.

Bekannt ist die Kampagne – „Schwarzer Freitag - Jetzt schlägt's 13!“

Der Verein hat das ein- bis dreimal im Jahr auftretende Datum Freitag, der 13. zum Widerstandstag der arbeitenden Bevölkerung ausgerufen und organisiert seit dem 13. März 2015 Aktionen gegen Unternehmen, die aufgrund konfliktreicher Arbeitsbeziehungen in die Kritik geraten sind. Ziel ist es, Arbeitsrechte und innerbetriebliche Demokratie zu verteidigen.

Adressaten der Kampagne Schwarzer Freitag - Jetzt schlägt's 13! waren der Plastikbecherhersteller Neupack und dessen Großkunden Milram und Lidl, der Textil-Discounter KiK, Toys R Us, der Reha-Konzern Median und die Modekette H&M.

Die Aktion gegen Arbeitsunrecht konnte jeweils Proteste in rund 20 deutschen Städten initiieren und erzielte am Freitag, 13. Oktober 2017 mit ihrem Aktionstag gegen H&M eine große Medienresonanz.

Eine weitere Kampagne ist die „PutzfrauenPower“

Mit der Kampagne PutzfrauenPower unterstützt die Aktion gegen Arbeitsunrecht Reinigungskräfte, die von Subunternehmern ausgebeutet und um ihren Lohn geprellt wurden. Öffentliche Aufmerksamkeit erregten Fälle des Reinigungsunternehmens Zingsheim Hotel-Service GmbH (ZHS) am Hotel InterContinental Düsseldorf und des Subunternehmens Malta Clean & Service GmbH (MCS) am St. Anna-Krankenhaus der Malteser in Duisburg-Huckingen.

Auszeichnungen

Die Aktion gegen Arbeitsunrecht erhielt im September 2017 den mit 5.000 € dotierten taz-Panter-Preis der Jury.